Urlaubsplanung

von guidorohm

Aus allen Ecken des Landes kommen sie, per Eisenbahn, mit Pferden, die ausgemergelt wie die Prärie, die sie soeben passierten, zu Tode erschöpft die Stadt erreichen; ihre Facht, bärtige Hutträger mit Armen, die an den neu aufgekommenen Stacheldraht erinnern, lassen sie absteigen, erst dann verenden sie, kurz vor dem Wassertrog, der eh nur Staub aufzuweisen hätte. Die Männer mit den leeren Blicken stiefeln  zum Saloon, der hinter seinen Schwingtüren Gemurmel und echten Hartmännertrunk feilbietet. In ihren ausgebeutelten Hosentaschen führen sie Ideen und Pläne spazieren, die sie am Abend noch, nach einem kurzen Schusswechsel, einer einsamen Hand anvertrauen werden, die ihnen die Augen schließt, nicht ohne sich zuvor vom tatsächlichen Ableben überzeugt zu haben. (Man ist ja kein Barbar, sondern eben nur ein tollwütiger Glückssucher unter anderen, die in diese Stadt am Ende der Welt eingefallen sind.)

Remus überlegt kurz und entscheidet sich dann gegen diese Zeitreise; man wird ihm sicherlich noch andere Angebote offerieren.

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