Einsamkeit

von guidorohm

Remus liebt die Einsamkeit, nur, zu einsam darf es dann auch nicht sein. Also lädt er stets einige Freunde zu sich, die ihm beim Schreiben Gesellschaft leisten müssen. Auf seinem Schoß sitzt die Wölfin, sein Mund saugt an ihrer linken Zitze, während seine Finger über die Tastatur fliegen, Buchstaben klaubend, die er dann für eine seiner zahlreichen Geschichten über Rohm zum Einsatz bringt.

Wann er denn endlich fertig sei, erkundigt sich einer seiner Freunde, ein Dichter, dessen Werk im Kopf entsteht. Remus zapft Lust aus der Brust, schreibt weiter, nicht auf die Unterbrechung achtend.

Der Dichter hebt die Schultern und notiert dann in seinem Kopfnotizbuch: Besuche bei Remus einschränken. Außerdem ein Gedicht mit dem Titel BRUSTLUST ausformulieren.

Remus indes gibt sich einem kurzen Text über die Einsamkeit hin, die er, leider, ach leider, allzu gut nur kennt.

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